Anbaumethoden

Zur Qualitätsbestimmung vielleicht noch wichtiger als Region, Pressmethode oder Gradeinstufung eines Pu-erh Tees ist der Anbau, wobei drei Kultivierungsmethoden unterschieden werden.
Die chinesischen Begriffe “guánmú” oder “taídi” bezeichnen die Zucht in Kultursträuchern, die aus Samen wilder Pflanzen in niedriger Höhe gezogen werden. Der gewonnene Tee wird wegen seines leicht bitteren und harten Geschmacks weniger geschätzt, zumal bei dieser Methode häufig auch Kunstdünger und Schädlingsbekämpfungsmittel zum Einsatz kommen.

“Yefáng” wird die Zucht mehr oder weniger wildwüchsiger Teepflanzen ganannt, die sich vom echten Wildwuchs nur schwer unterscheiden lassen. Es handelt sich um in früheren Zeiten einmal kultivierte Pflanzen, deren Pflege allerdings seit mehreren Generationen vernachlässigt wurde. Obwohl der aus dieser Anbaumethode gewonnene Tee einen guten Geschmack aufweist und die Kultivierung regelmäßig ohne den Einsatz chemischer Mittel allein mit Baumschnitt auskommt, werden diese Tees nicht genauso hoch geschätzt wie die aus den wildwüchsigen Pflanzen.
Die “gushú”, die in der Übersetzung “alte Bäume” heißen, sind schließlich Bäume, die sich ohne jedes menschliche Eingreifen angesiedelt haben und natürlich gewachsen sind. Die aus ihnen gewonnenen Tees sind vor allem wegen ihrer intensiven und komplizierten Geschmacksnoten begehrt. Häufig verfügen sie über eine feine Noten von Kampfer oder Minze, da in der natürlchen Umgebung der Teebäume oft Kampfer-Bäume wachsen. Selbst junger Pu-erh Tee ist aus diesen Teeblättern schon genießbar, während er sonst im frühen Alter noch einen unangenehm bitteren Geschmack hat.

Für Laien gestaltet sich die Differenzierung der Kultivierungsmethoden als sehr schwierig, da bei den Kennzeichnungen der Etiketten in chinesischen Schriftzeichen oft auch noch uneinheitliche oder irreführende Begriffe verwendet werden.
Bezeichnungen wie yěshēng (wörtlich “wild” oder “unkultiviert”), qiáom ù (wörtlich “hoher Baum”) und yěshēng qiáom ù (wörtlich “unkultivierte Bäume”) finden sich auf Etiketten sowohl der Tees aus wildwüchsigen als auch aus ehemals kultivierten Bäumen. Außerdem enthalten die beigefügten Angaben oft keine zuverlässigen Informationen über die Quelle der Teeblätter. Zwar gehen die Teefabriken mit diesen Angaben meistens vertrauenswürdig um, aber gewinnorientierte Zwischenhändler und Endverkäufer beschönigen schon einmal die Wahrheit. Kaufinteressenten bleibt daher nur ein guter Kontakt zu einem bekannten Verkäufer oder der regelmäßige Blick in Zeitschriften und Jahrbücher, die Fabrikinformationen über die Herkunft der Teeblätter veröffentlichen.

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