Weißer Pu-Erh Tee

Das Verfahren, nach dem weißer Tee aus Teespitzen hergestellt wird, stammt ursprünglich aus der chinesischen Provinz Fujian und war schon in der Sung Dynastie bekannt. Auch aus dem Qingmao-Teebaum wird als besondere Spezialität weißer Pu-erh Tee aus den zarten Knospen der noch nicht aufgegangenen Teeblüten gewonnen. Die qualitativ hochwertigsten Knospen, d.h. die größten und saftigsten, werden dafür im Frühling sorgfältig in Handarbeit ausgelesen. Da nur eine begrenzte Zahl von Knospen den hohen Anforderungen genügt und die sehr arbeitsintensive Herstellung zudem umfangreiches Fachwissen erfordert, ist weißer Pu-erh Tee eine außerordentlich kostbare Rarität.

Er wird vor allem aus in gebirgigen Regionen wachsenden Teepflanzen gewonnen, deren Blütenspitzen der harte Winter und die raue Höhenluft einen glänzenden Flaum verliehen haben. Nach der Ernte werden die Knospen kurz in der Sonne getrocknet, wobei ein leichter Fermentationsprozess einsetzt, so dass es sich bei der weißen Variante um einen anfermentierten Tee handelt. Im Geschmack zeichnet sich der weiße Pu-erh Tee durch seine Milde, eine leichte fruchtige Frische und einen süßlichen Abgang aus, der sich auch in seinem besonders beliebten Duft widerspiegelt. Erstklassiger weißer Pu-erh Tee erfreut sich als höchstes Luxusgut inzwischen bei Kennern großer Beliebtheit. Auch wenn bislang noch nicht genau feststeht, ob er durch Alter noch weiter an Aroma gewinnen kann, lagern ihn viele Sammler in der Hoffnung, in ferner Zukunft einen antiken Schatz zu besitzen, über Jahrzehnte ein.