Zubereitung und Aufbewahrung

Pro Tasse wird knapp ein gestrichener Teelöffel Pu-erh Tee mit kochendem Wasser übergossen und muss je nach bevorzugter Stärke zwei bis fünf Minuten ziehen. Für einen Liter kann man grob vier nicht gehäufte Teelöffel kalkulieren. Die ideale Aufgusstemperatur liegt bei 95 Grad oder noch höher. Nach Belieben lässt sich Pu-erh Tee mit jeder Art von Honig oder am besten mit Ahornsirup süßen. Alle Sorten schmecken übrigens auch kalt als Eistee.
Die Teeblätter lassen sich mehrmals aufgießen, wobei die empfohlene Häufigkeit der Verwendung von Alter und Sorte abhängt. Mindestens zwei- bis dreimal kann jeder Tee aufgebrüht werden, ohne seinen Geschmack einzubüßen, manche Sorten vertragen sogar sechs Aufgüsse.

Gerade wer sich für einen edlen hochklassigen Tee entschieden hat, sollte besondere Sorgfalt auf die Aufbewahrung verwenden, um sein Aroma möglichst lange zu erhalten und zu verfeinern. Der Tee muss vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt an einem Ort gelagert werden, der Luftzirkulation zulässt. Denn die weitere Fermentation, die entscheidenden Einfluss auf die Geschmacksentwicklung nimmt, würde durch die Lagerung in luftdichten Gefäßen verhindert. Während bei reifem Pu-erh nur eine Verbesserung durch Nachreife unterbunden würde, kann ein luftdichter Verschluss bei rohem Pu-erh sich sogar mindernd auf die Qualität auswirken und den Geschmack verderben. Am besten eignet sich zur Aufbewahrung daher ein Keramikgefäß, das nur mit einem Baumwolltuch bedeckt oder umwickelt wird. Außerdem sind andere Lebensmittel mit intensiven Gerüchen, die das Aroma beeinflussen könnten, in der näheren Umgebung unbedingt zu vermeiden. Als Nachbarschaft für einen Pu-erh Tee kann sich allerdings ein anderer Pu-erh anbieten. Denn ein frischer Tee, der noch reifen muss, kann dabei erheblich von den Aromen eines ausgereiften profitieren.